4k: Noch niemals nie nicht …

… ist mir ein Lauf so schwer gefallen, wie heute. Nie. In meinem ganzen Leben nicht. Und noch nie vorher war mir kotzübel danach …

Heute waren wieder die 4k in (für mich) schnellem Tempo, also 6:00, dran. Besser: geplant. Ich hatte schon so ein komisches Gefühl, als ich aus dem Haus ging. Und ein schlechtes Gewissen, da ich gestern fast ausschließlich Kaffee getrunken habe. Ich Ultradepp. Dazu entschloss ich mich auch noch, heute in den fersenlosen Brooks zu laufen.

Um es kurz zu machen: Auch heute habe ich nur 2 der 4 k im geplanten Tempo geschafft. Der erste km war wieder zum Einlaufen da, das werde ich auch beibehalten. Allerdings hätte ich schwören können, dass ich diesen km um die 7:00 gelaufen bin, so hat es sich zumindest angefühlt! Meine Uhr bescheinigt mir jedoch, dass ich – Achtung, jetzt kommt’s! – 7:48 gebraucht habe. Und ich glaube ihr, denn ich kenne die Streckenkilometer mittlerweile. Kommt leider hin. Hab immer auf die Uhr geschaut und gedacht: Das kann doch nicht sein! Ich nahm es als Omen für den bevorstehenden Tempoabschnitt – und ich sollte mich nicht täuschen.

Oh. Mein. Gott. 

Einlauf-Km vorbei, ich zieh an. Blick auf die Uhr: 5:45. Ok, denk ich, wenigstens bist du in der Lage, das Tempo überhaupt zu treffen. Also runter vom Gas. 6:03. Einfach nur halten, denk ich – und weiß da schon, dass das nicht möglich sein würde. Jeden einzelnen Schritt habe ich gespürt, den Impact. Inzwischen weiß ich, dass ich kein wirklicher Fersenläufer bin, ich komme nicht direkt auf der Ferse auf – aber auch nicht wirklich auf dem Mittelfuß. Das muss ich aber, sonst merke ich in den Brooks jeden Schritt. Q.e.d. Warum ich sie heute getragen habe, kann ich mir selbst nicht erklären. Geistige Umnachtung? Koffeinvernebelung? Beides?
Den ersten km konnte ich das Tempo mit Mühe halten. Im zweiten bin ich schon eingebrochen, 6:15. Vielleicht hätte ich es durchgehalten, wäre da nicht das Stück durch den Wald, das auf meinem Weg lag. Bei Schotter, Hubbeln und Knubbeln werde ich immer ein bisschen vorsichtiger. Dann wieder auf die Straße, bisschen angezogen, so lange ich konnte. Bei km3 des Tempoabschnitts war es dann vorbei, Durchschnitt 6:51. Nach fast auf den Meter genau 4km war ich wieder am Startpunkt.

Ich habe heute wirklich mit mir gekämpft. Die Atmung hab ich nur schwer takten können, sie war sozusagen vogelfrei und hat gemacht, was sie wollte. Während des Waldstücks überlegte ich mir, ob ich die 4k-Tempoeinheit nicht in eine Fahrtspieleinheit ummünzen sollte. Der Gedanke kam mir letzte Woche während der 4k schon einmal. Vielleicht auch einen Wiederholungslauf? 1km einlaufen, 3-4x1000m Tempo, 1km Trabpause? Irgendetwas muss ich jedenfalls ändern, um mich an dieses Tempo zu gewöhnen. Vielleicht auch mal die 6:30 über 3-4 km laufen? Solche Sachen.

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