7 km. Aus Protest.

Eigentlich war heute (laut Plan) ein 5x10Min.-Lauf vorgesehen, unterbrochen von einminütigen Laufpausen, die sich nach jedem Abschnitt um eine Minute erhöht hätten. 10/1/10/2/10/3/10/4/10. Ganz ehrlich?

Ich hab dieses Rumgelaufe zwischendrin satt.

Bis km5 hat mir die App, die ich benutze, wirklich gute Dienste geleistet. Jetzt ist jedoch Schluss mit den permanenten Laufunterbrechungen und Stückelungen, die mich jedes Mal „aus dem Fluss“ reißen. Ab heute werde ich es ganz klassisch (logisch?) mit der schrittweisen Laufzeitverlängerung angehen. Gedacht, getan: Statt den vorgesehenen zerhackten 50 Min. bin ich sie einfach durchgelaufen. Ohne Probleme. Ich musste auch keine „Reserven“ anknapsen oder so, da wäre noch mehr drin gewesen. Heute bin ich auch nur mit meiner Stoppuhr gelaufen. Keine Stimme, die mir alle paar Minuten irgendwas von wegen Pace und was weiß ich ins Ohr flüstert. Nur Musik und die Uhr. Bin kreuz und quer gelaufen, über Stock und Stein, durch Matsch, Grasbüschel und Pfützen, hab Libellen ausgeknockt, Wespen niedergeboxt und wohl mindestens eine Nacktschnecke verstümmelt. So sah ich hinterher auch aus. Meine Zoot waren einmal Weiß, aber das macht nichts, denn es ist das schönste Braun der Welt! 😀 Eigentlich wollte ich ein Foto von meinen Stampferchen machen, aber das vergesse ich immer. Mist. Egal.

Bin also los, grob Richtung Heidenfahrt, und bei min25 bin ich dann einfach umgedreht und zurück. War auf dem Rückweg natürlich schneller, wie immer, und musste einen kleinen Umweg nehmen, damit es mit der Zeit passt. Dann hab ich die Uhr gestoppt, Handy rausgeholt, allwissendes Runtastic befragt, et voilà: sieben Kilometer. Das war ein schöner Moment, ich konnte es gar nicht glauben. Hab sogar laut gefragt: „SIEBEN KILOMETER???“ – und mich dann umgeschaut, ob das jemand gehört hat. Nee, Luft war rein. Ab dann hab ich nur noch in mich rein gegrinst. Der Heimweg war noch nie schöner.

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