Der erste offizielle LDL!

[70min | 9km | 7:45/min ]

So, nun ist er geschafft, der erste Lange, LDL, LaLa – wie man ihn auch nennen will. Und: Ich bin restlos begeistert.

Nachdem ich am Freitag meinen ersten offiziellen “Normal”lauf über 7km in quasi auf die Sekunde genau 7:00/km geschafft habe (JUHU!), war heute das erste mal dieser lange, superlockere Lauf dran. Dazu muss ich sagen, dass ich die mir hier vorgeschlagene Trainingsoptimierung leicht modifiziert habe. Ich möchte vier Male pro Woche laufen, und das fest. Nicht wie bisher “alle zwei Tage”, denn so verschoben sich die Einheiten natürlich quer durch die Woche. Etwas zu sagen, wie “sonntags ist der Lange dran”, war mir so ja gar nicht möglich. Das hat mich gestört, denn ich liebe feste Pläne, feste Muster. Also habe ich mir nun Folgendes aus den Synapsen gezapft:

Mo: 7km normal
Di: Krafttraining 1
Mi: 4km schnell
Do: Krafttraining 2
Fr: 7km normal
Sa: langer Lauf, immer +10Min. (bis 120 Min., dann neuer Plan)
So: Krafttraining 1 (immer im Wechsel)

Kurz gesagt: Der erste Lange war genial. Ich sollte ja die 8:00-8:30 anpeilen, aber das habe ich irgendwie nicht geschafft. Meine Uhr sagt mir, ich bin insgesamt mit 7:45 unterwegs gewesen. Langsamer ging aber wirklich nicht, ich habe es versucht, und da ging die Laufbewegung flöten. Hab oft auf die Uhr gesehen, um mich runterbremsen zu können, meine Beine wollten immer hin zur 7:00. Hoch, runter, hoch, runter, bis ich irgendwann das Gefühl für das Tempo hatte. Wunderbar. Die Sonne hat geschienen, nicht zu warm, der Himmel ritzeblau, die Mucke phänomenal. Danke, DJ Rewerb! Hatte mir sicherheitshalber ein Minifläschchen Wasser mitgenommen, da ich ja wirklich noch nie(!) so lange gelaufen bin. Dafür hatte ich sogar extra meinen kleinen Kalenji-Rucksack umgeschnallt. Das Wasser habe ich nicht gebraucht, werde die LDLs aber trotzdem nicht ohne machen. Allerdings habe ich heute eine Läuferin gesehen, die hatte ihr Fläschchen hinten in die Schlüsseltasche gestopft. Das fand ich schon genial! Habe mir ja einen kleinen Trinkgürtel gekauft, musste am Freitag aber feststellen, dass er schon nach 20 Metern auf Taillenhöhe rutscht und dann beginnt, sich im Kreis zu drehen. Ich glaube, das ist ein Frauenproblem, Taille und so, hab davon im Forum schon gelesen. Und das nervt tierisch. Deshalb habe ich ihn heute gar nicht erst getragen, obwohl er eine superpraktische Tasche an der Rückseite hat. Also wenn ich ihn trage, dann werde ich ihn direkt um die Taille binden. Aber allein der Gedanke ist schon nervig.

Einen Unfall gab es heute auch. Es traf einen Rennradfahrer, der von einem zweiten zu Fall gebracht wurde. Ergebnis: Finger (Hand? Arm?) gebrochen. Die Läuferin mit der genialen Transportidee überholte mich kurz vor der Unfallstelle und rief einen Krankenwagen. Sie ist mein Held. Ich wusste nicht, was ich noch tun soll und bin nach ‘ner Minute oder so dann weiter. War ein komisches Gefühl, einfach so von der Unfallstelle “wegzulaufen”, aber dem Mann ging es sonst gut, und es hielten immer mehr Leute an.
Ich möchte noch etwas zu den Rennradfahrern sagen. Das ist jetzt vielleicht nicht besonders nett, aber es ist mir ein Anliegen. Bitte, liebe Racer, fahrt doch auf der Straße und nicht auf solch hochfrequentierten Spazier- und Freizeitwegen. Ihr habt oft ein Tempo drauf, das Unfälle nur herausfordert. Ihr überholt mit einem Abstand von gefühlten 10cm, das ist mir heute zweimal passiert. Und das ohne jeden Gegenverkehr. Hätte ich nur einen(!) Schritt nach links gemacht, wir lägen beide im Krankenhaus.
Das sind Erfahrungen, die ich in den letzten zwei Monaten gesammelt habe, und ich hoffe, ihr lasst eure Teufelsräder im Winter drin.

Lauft lieber, ist viel schöner.

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