Der erste Tempodauerlauf

Sagen wir mal so: Es hätte deutlich schlechter sein können, die 4km am Stück im 6:00-Tempo habe ich aber nicht durchgehalten. Ich Wurm.

Habe mich 1km (7:00) eingelaufen, dann gab ich Gas. So sehr, dass mein Kontrollblick aufs Display mir irgendwann sagte, dass ich gerade mit 5:15 durch die Gegend renne. Also abgebremst, immer ein bisschen mehr, bis ich mich bei 5:50-6:00 eingependelt hatte. Das habe ich 2km durchgehalten. Am Ende musste ich schon beißen, vielleicht lag es auch an dem blöden Hügel, der aufm Weg liegt. Vielleicht auch daran, dass es in Strömen geregnet hat, und ich meine halbe Aufmerksamkeit den Riesenpfützen und meinen Ohrstöpseln, die durch die Nässe ständig locker wurden, gewidmet habe.

Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich nicht genug gebissen hab. Durchaus denkbar.

Wie dem auch sei, nach 2km bin ich erstmal für den folgenden km runter auf 7:00 (die mir heute erstaunlich leicht fielen), um bei km4 wieder anzuziehen. Hab ich, glaub ich, aber nur 500m halten können, dann bin ich wieder runter vom Gas. Wollte auf 7:00, aber bin irgendwie um 6:30 „hängen geblieben“. So, als wollten die Beine nicht langsamer. Sehr eigenartig. Erst auf den letzten 100m oder so konnte ich mich dann runterbremsen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir mein erster TDL in Erinnerung bleiben wird. Ich fühle mich nicht so, als hätte ich versagt, im Gegenteil. 6:00 sind machbar, das weiß ich jetzt. Vielleicht hatte ich auch ein bisschen Angst vor der neuen, ungewohnten Belastung. Und davor, eventuell feststellen zu müssen, dass ich gar nicht in der Lage zu ’nem 6er-Tempo sein könnte. Jetzt, wo ich es getan habe, durfte ich aber feststellen, dass die 6:00 nicht nur realistisch, sondern eigentlich sogar recht angenehm zu laufen sind. Der Lauf an sich verändert sich. Man läuft einfach anders. Und als ich zwischendrin auf 7:00 runter bin, war das wirklich Erholung. Ich glaube, ich freue mich auf den nächsten TDL.

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