Wenn Läufe fliegen lernen und der HM Gestalt annimmt

Es ist entschieden: Mein Lauf-Event-Plan muss gestutzt werden. Zwei 5er-WKs hintereinander wären einfach zu viel des Guten. Also flugs die Löschtaste gedrückt und: Good bye, Race for the Cure. Dafür ein doppeltes Wollemernroilosse für den 2. Ingelheimer Polderlauf!

Es hat mich wirklich sehr gereizt, bei einem so enormen Event dabei zu sein. Wenn ich mich recht erinnere, rechnet man dieses Jahr mit über 8000 Teilnehmern. Wow. Auf der anderen Seite der kleine Volkslauf im schönen Ingelheim: Die Starterliste verzeichnete heute Morgen gefühlte zehn Willige. Bis zum 03.10. werden das noch einige mehr, aber trotzdem: Die Vorteile überwiegen. Erstens liegt Ingelum, wie man es hier liebevoll nennt, quasi direkt vor meiner Haustür. Die Stunde Zugfahrt, die nach Frankfurt nötig wäre, entfällt schon mal. Zweitens beträgt die Startgebühr nur phänomenale 7 Euronen im Gegensatz zu den 20 Euro für das Race in FfM. Drittens werde ich recht fix wieder Zuhause sein; das ist besonders angenehm, wenn es wieder so ein schiet Wetter sein sollte, wie letzten Sonntag beim Lauf für mehr Zeit. Und viertens wird das mein erster Lauf in einem Gebiet sein, das ich weitläufig zu meiner näheren Heimat zähle, und das ist was Schönes. Google sagt mir, ich sei die Laufstrecke auch schon gegangen, zwar nur im Spaziertempo, aber ich kenne die Strecke größtenteils. Schöner Gedanke, sie mal rennen zu können.

Und dann habe ich noch eine Entscheidung getroffen. Schuld ist eine Frau namens Barbara. Das ist natürlich nur ein Scherz, denn ich bin ihr schon sehr dankbar dafür, dass sie mir immer so viel über das Laufen erzählt. Wie dies ist, und wie das ist. Wie sich dieses anfühlt und wie jenes. Was zu schaffen ist und was nicht. Sie läuft schon viele Jahre, und das merkt man. Sie strahlt es aus. Barbara trainiert in der Fitnessbude, in der ich arbeite, und ich freue mich immer, wenn sie herein kommt. Denn dann gibt’s Laufgeschichten voller Herzblut, und ich mag das. Ich brauche solche Menschen um mich.
Nun, mit ihr redete ich heute also wieder. Über meine Fortschritte, über ihren nächsten Lauf – und schwupps! waren wir beim Thema Gutenberg Marathon. Sie wird wohl die Volldistanz laufen. Und sie fragte mich, ob ich nicht den HM laufen wolle. Es wäre die perfekte Zeit, um sich zur Distanz hin zu arbeiten. Und es wäre doch schön, ein solches Ziel zu haben.

Daran muss ich jetzt die ganze Zeit denken. Daran, wie schön es wirklich wäre, ein solch genaues Ziel zu haben. Auf diesen Zeitpunkt hin trainieren zu können. Und wenn es so weit ist, sagen zu können: Bring it on.

Genau das will ich. Halbmarathon, ich komme.

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